Mit Empfehlung durch das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat der Lehrstuhl für Kriminologie 2007/2008 eine bundesweite Erhebung zur im Juli 2004 eingeführten nachträglichen Sicherungsverwahrung (§ 66b StGB) durchgeführt. Das Forschungsprojekt befasst sich mit der Legalbewährung von Haftentlassenen, bei denen Anträge auf Anordnung nachträglicher Sicherungsverwahrung gemäß § 66 b StGB (vor dessen Inkrafttreten nach Straftäterunterbringungsgesetzen einzelner Bundesländer) aus rechtlichen Gründen durch die Gerichte zurückgewiesen worden sind und die deshalb bis zum 31.12.2006 aus der Haft entlassen worden sind. Die Datenerhebung ist abgeschlossen. Die Justizministerien der Länder bzw. die zuständigen Staatsanwaltschaften meldeten 89 entsprechende Fälle. In 67 Fällen wurden zusätzliche Auskünfte erteilt, so dass ein Abgleich mit aktuellen Auszügen aus dem Bundeszentralregister möglich war. In 62 Fällen wurde darüber hinaus Einsicht in Vollstreckungshefte bzw. Verfahrensakten gewährt.


(Laufzeit:2007- 2012)

projekte_nachtraegliche_sicherungsverwahrung

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